FAQ

Fragen, die uns Unternehmen aus dem DACH-Raum stellen

Kurze Antworten. Für alles, was Ihre konkrete Stelle betrifft, fragen Sie uns direkt.

Ablauf

Was ist ein Employer of Record?

Ein Unternehmen, das eine Person rechtlich für Sie anstellt. Wir halten den italienischen Arbeitsvertrag und führen die Lohnabrechnung. Sie steuern die Arbeit.

Brauchen wir eine italienische Gesellschaft?

Nein. Genau dafür gibt es den Service.

Wer führt den Mitarbeiter im Alltag?

Sie: Aufgaben, Zeitplan, Ziele, Werkzeuge, Mitarbeitergespräche.

Wie schnell kann jemand anfangen?

Bei EU-Bürgern meist wenige Tage nach unterschriebenem Angebot. Visumfälle dauern länger, je nach Erlaubnis.

Können wir einen bisherigen Freelancer übernehmen?

Ja. Wir überführen ihn in einen Arbeitsvertrag, in der Regel innerhalb von 30 Tagen.

Geht Teilzeit oder befristet?

Ja. Beides ist in Italien üblich; für Befristungen gelten Grenzen bei Dauer und Verlängerungen.

Brauchen wir einen Betriebsrat in Italien?

Nein. Ein Gremium wie der deutsche Betriebsrat mit Mitbestimmung entsteht in Italien nicht automatisch; Gewerkschaftsvertretungen bilden sich auf Initiative der Beschäftigten, in kleinen Teams selten.

Kosten und Abrechnung

Was kostet es?

250 € pro Mitarbeiter und Monat, dazu die Arbeitskosten, monatlich nach Ist abgerechnet.

Was gehört zu den Arbeitskosten?

Bruttogehalt, Arbeitgeberbeiträge, 13. Gehalt (und 14., wo vorgesehen), TFR, Tariffonds und alle Benefits oder Spesen, die Sie freigeben.

In welcher Währung rechnen Sie ab?

In EUR für Deutschland und Österreich, in CHF für die Schweiz zum EUR-Referenzkurs des Rechnungsdatums, ohne Wechselkursspread.

Wie viel mehr als das Gehalt kostet ein Mitarbeiter?

Das hängt von Gehalt und CCNL ab. Die Arbeitgeberbeiträge liegen bei rund 30 %, dazu 13. Gehalt und TFR. Eine konkrete Zahl liefert der Rechner.

Gibt es eine Kaution?

Ja: eine Kaution in Höhe der geschätzten Kosten eines Monats und der erste Monat im Voraus. Danach zahlen Sie jeden Monat im Voraus, korrigiert auf die Ist-Kosten.

Und Visa?

2.500 € pro Fall für Arbeitserlaubnis und Visumverfahren.

Können Sie die Lohnabrechnung machen, wenn wir schon eine italienische Gesellschaft haben?

Ja, für 55 € pro Lohnzettel.

Arbeitsrecht

Gibt es eine Wartezeit wie im KSchG?

Nein. Nach der Probezeit braucht jede Kündigung einen Grund und ein Verfahren. Die Probezeit, je nach CCNL bis zu 6 Monate, ist der Zeitraum, in dem beide Seiten frei beenden können.

Wie viel Urlaub bekommen Mitarbeiter?

Mindestens 4 Wochen pro Jahr plus Feiertage. Viele CCNL gewähren zusätzliche bezahlte Freistunden.

Müssen wir Krankenversicherungsbeiträge zahlen?

Nein, nicht wie in Deutschland. Italien hat einen steuerfinanzierten nationalen Gesundheitsdienst. Manche CCNL sehen einen ergänzenden Gesundheitsfonds vor, der zu den Kosten gehört.

Was ist die TFR?

Eine Abfertigung, die jedes Jahr angespart wird (rund 6,91 % des Gehalts) und bei Ende des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt wird, auch bei Eigenkündigung.

Was ist ein CCNL?

Der nationale Branchentarifvertrag. Er legt Mindestgehalt, Einstufungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen und viele Leistungen fest, und er gilt auch ohne Verbandsmitgliedschaft des Arbeitgebers.

Können wir ein Wettbewerbsverbot vereinbaren?

Ja, wenn es schriftlich, vergütet und nach Dauer, Ort und Tätigkeit begrenzt ist.

Wem gehören die Arbeitsergebnisse?

Ihrem Unternehmen. Unsere Verträge enthalten eine Klausel zur Übertragung von Schutzrechten und zur Vertraulichkeit.

Beteiligungen, Benefits und Daten

Kann der Mitarbeiter an unserem Beteiligungsprogramm teilnehmen?

Ja. Die Besteuerung in Italien hängt vom Programm ab. [Behandlung von Aktienoptionen/RSU bestätigen]

Welche Benefits sind üblich?

Essensgutscheine (steuerfrei bis 10 € pro Tag, wenn elektronisch), Dienstwagen, ergänzende Altersvorsorge und Gesundheitsfonds sowie Sachzuwendungen bis 1.000 € pro Jahr (2.000 € mit unterhaltsberechtigten Kindern).

Wo liegen die Mitarbeiterdaten?

Auf unseren Servern in der EU, nach DSGVO.

Darf der Mitarbeiter aus einem anderen Land arbeiten?

Kurze Reisen ja. Längere Arbeit aus einem anderen Land ändert, wo Steuern und Beiträge fällig sind, also sagen Sie es uns vorher.

Was, wenn wir später eine eigene Gesellschaft gründen?

Wir übertragen die Mitarbeiter ohne Verlust der Betriebszugehörigkeit und helfen über unsere Partner bei der Gründung.

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